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Referenzen
Murnaus "Nosferatu" ZMF-Stummfilmnacht mit Buchwalds Band.1.7.2009
NOSFERATU - Klangspiele und Spiegelungen
Friedrich Wilhelm Murnau, so heißt es, setzte bei den Dreharbeiten zu seinem expressionistischen Gruselklassiker "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" (1922) ein Metronom ein, um das Spiel seiner Darsteller rhythmischer zu machen. Dass Stummfilmregisseure wohl häufig in musikalischen Kategorien dachten, spürt man, wenn man ihren oftmals Kompositionsprinzipien entsprechenden Bildern heute mit Live-Musik begegnet...
Was dieses Ensemble an Klangspielen und-spiegelungen - allesamt auf der Basis reiner Improvisation - an diesem Abend leistet: kongenial...Die einmalige Kombination mit dem Trompeter Markus Stockhausen ist besonders exquisit. Fast überflüssig hinzufügen, dass Stockhausen ein prächtiger, mit allen Wassern gewaschener Interpret ist, dessen Cooljazz-Passagen ebenso überzeugend klingen wie seine klassischen Passagen. Solche Komplimente lassen sich auf das ganze neunköpfige Ensemble übertragen...allesamt Meister ihrer Instrumente...Stimmungsumschwünge gibt der vom Flügel aus leitende Dirigent und Bratscher vor. Ansonsten versteht man sich blind, wie in einer klassischen Fuge, in der sich die Stimmen nach ganz bestimmten Prinzipien im Führen und Begleiten abwechseln. Dass all diese Formen und Farben jedoch aus dem Moment heraus entstehen, ohne Notentext - man will es nur schwer glauben. Auch Herr Murnau hätte gestaunt. Und auf sein Metronom verzichten können. Alexander Dick, Badische Zeitung 1.7.2009
über CD: DAS MÄDCHEN SUMIKO 1
Der Pianist und Geiger Günter A. Buchwald ist als Begleiter von Stummfilmen einer der einfallsreichsten und renommiertesten Musiker Europas....er entwickelt in 25 szenischen Sätzen eine außerordentlich abwechslungsreiche Filmmusik. Insgesamt ist Buchwald ein beeindruckendes Stücke moderne E-Musik mit vielfältigen klangmalerischen und melodischen Elementen geglückt.
FILM Juni/Juli 2000
über CD: DAS MÄDCHEN SUMIKO 2
...In etlichen Filmmusikbegleitungen (u.a. Retrospektiven der „Berlinale“) bewies der Freiburger bereits ein seltenes Gespür für die Symbiose von Bild und Ton, bei der sich jede ausbeuterische Dominanz beider Künste verbietet...er spielte eine Musik einwider all jene Klischees, die man herkömmlich mit japanischer Tonkultur verbindet. Die Musik verbindet die Atonalität der Moderne mit Anklängen an asiatische Pentatonik und symphonischer Spätromantik....eine dezente und gerade dadurch ungemein spannende Musik....die auch ohne Bilder Bestand hat. FILMDIENST 22 ; Oktober 2003
Die Silent Movie Music Company mit dem Regisseur Oshima, Kyoto 1999
Wolf Biermann über die Musik zu Das Mädchen Sumiko:
Ja, lieber Günter
Was wohl Kurt Weill zu all den Paraphrasen gesagt hätte! Aber es passt, auch die Instrumentierung, der Film entstand ja in der 3-Groschen-Zeit. Schon wie Du den „Ain´t she seet“-Titel einbaust und dann abhaust bis zum Gong....Was`n Aufwand! sagt zu seiner Weißgerber-Gitarre.
Dein alter Wolf am 20.10.99
Bonn: Stummfilme mit Musik
Unvergesslich: Das eigentliche Ereignis der Stummfilmtage war freilich das unvergleichliche Zusammenspiel von Film und Musik bei der Aufführung von Stillers HERRN ARNES SCHATZ (1919)..durch ein einzigartiges Zusammenwirken von Neil Brand am Flügel und Günter A. Buchwald an der Violine. Wie die beiden Musiker sich steigerten, zu einem improvisierten Zusammenspiel fanden, das die Kraft und das Volumen eines Orchesters erreichte, das war so faszinierend, dass man viel gegeben hätte, um diesen Augenblick vollkommener Durchdringung von Bilderzählung und Musik festzuhalten. Aber die Musik ist vorbei, nicht aufgezeichnet, und so bleibt nur die eigene Erinnerung an einen Kinoabend, dessen Aura bei dem verbleibt, der ihn selbst erlebt hat. Unvergesslich. Ulrich von Thüna, epd film 10/2001
MITREISSENDE GENIALE INTERPRETATION
Stummfilm METROPOLIS mit musikalischer Begleitung
...Der Film ist der eine Teil was am Abend geschah. Der andere Teil ging von Günter A. Buchwald aus, dem Erzähler am Klavier: Lebensecht und sehr genau kommentiert Buchwald das Geschehen. Er tut dies nicht nur mit den Mitteln der Tastatur sondern...auch mit ungewöhnlichen Klängen des Resonanzkastens, vom virtuosen Geigespiel ganz zu schweigen: schauderlich genial.... SÜDKURIER, 10.10.1996
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